Donnerstag, 15. Februar 2007

Warum ich hier nicht mehr weg will....

Diese Frage ist ganz leicht zu beantworten: weil es vieeeeeel besser hier ist!
Ich habe mich wirklich in die Schule hier verliebt, obwohl ich mir nie zuvor soetwas vorstellen konnte: IRGENDEINE Schule allein zu moegen...:-)
Der Unterricht ist meiner Meinung nach leicht und nachdem ich mich an das "Englisch ueberall" gewoehnt habe, fange ich schon freiwillig an in manchen Faechern mitzumachen. Die Art der Menschen, wie sie miteinander umgehen, ist nicht zu beschreiben. Fremde Leute kommen zu mir und fragen mich: "Yeah, what's up?" oder "Hey, how are you?", das sind eigentlich ganz einfache und normale Fragen oder Ausdruecke, doch die Art wie es gesagt wird, ist mir ein Raetsel. (Hmmm, man koennte es so beschreiben, als wenn man sich zwei Jahre nicht gesehen haette und dann will man sich einfach nur druecken und umarmen.) Und diese Art, wie man miteinander umgeht, hat mir sehr geholfen, mich hier zu integrieren.
Mittlerweile hat man schon Freundschaften hier und ich wurde schon dreimal gefragt,ob ich jemanden aufnehmen wuerde, wenn sie naechstes Jahr nach Deutschland kommen. :-)Und natuerlich sagte ich "ja" (auch wenn ich mit meinen Eltern darueber nicht geredet habe), denn so ein Austausch ist echt etwas, woran man sich sein ganzes Leben lang erinnert.
Eines steht fest: Irgendwann komme ich hier wieder, auch wenn ich dieses Mal mein Taschengeld dafuer opfern muesste.... ;-)

Aleks

(Wichtige Anmerkung der Redaktion: Auch wenn es sicher ganz vielen so geht, wir werden uns bemuehen, moeglichst alle doch wieder heil nach Hause zu bringen... Dieses wird vermutlich die letzte Eintragung aus den Staaten sein, die Berichte von unserem gestrigen Trip nach Charleston tragen wir nach.)

Chelin: Freizeitverhalten\ -beschaeftigungen amerikanischer Jugendlicher

So wie ich das mitbekommen habe, verbringt der groesste Teil der Jungen seine Freizeit damit, sich draussen mit Freunden zu treffen um Basketball oder andere Sportarten zu betreiben oder Computer- oder Videospiele zu spielen, falls sie nicht rausgehen. Dies ist also ziemlich aehnlich wie in Deutschland (Anmerkung der Redaktion: ... ausser, dass die sportlichen Aktivitaeten zu grossen Teilen Training und Spiele fuer die Schulteams sind. Und bei den Spielen finden sich regelmaessig grosse Fangruppen der Schulteams ein, die in den Farben der Schule gekleidet sind und sehr aktiv anfeuern. Ausserdem sind die Schueler auch daran interessiert, moeglichst gut fuer ihre Schule zu spielen, da ihnen das eventuell Stipendien ermoeglicht. Ack).
Maedchen telefonieren sehr viel, besonders mit ihrem Handy (auch am Steuer...) oder gucken Fernsehen oder gehen ins Internet um zu chatten oder aehnliches. Auch sie treffen sich viel mit Freunden, doch gehen sie dann meistens shoppen. Dies tun sie groesstenteils in einer sogenannten "Mall". Diese ist zu vergleichen mit einem riesigen und meist auch mehrstoeckigen Einkauszentrum, dass so ziemlich alle Arten von Shops beinhaltet, die man sich nur vorstellen kann. Ob es ein Laden speziell fuer Schuhe, Elektonik, Kleidung, Moebel, 1$ Shops, (Baseballkappen) Suessigkeiten oder anderes Essen, wie Fastfood oder Restaurants sind... Dazu kommen noch die vielen verschiedenen Ausgaenge und dass sich viele Laeden von aussen aehneln, sodass man sich sehr schnell mal verlaufen kann. Wenn man also das erste Mal in der Mall ist und wirklich alles sehen moechte, sollte man sich eine Menge Zeit nehmen, wenn nicht sogar noch einen zweiten Tag.
Komisch ist, dass man sich in nicht mal zwei Wochen an so viele Sachen hier gewoehnen muss, es aber auch schaffen kann. Ob es das viele Eis im Getraenk oder das viele Fastfood ist, obwohl man sich manchmal auch einen einfachen Salat wuenschen wuerde.
Kommentar: Falls meine Eltern das jetzt lesen, ich wollte damit sagen, dass ich mir bitte einen Salat wuensche, wenn ich wiederkomme! ;) Danke!
(Das tun wir glaube ich alle, Chelin ;)

Das Schulsystem

Das Schulsystem ist sehr verschieden zu unserem. Die Schule faengt um 8:30 am an und endet um 3:30 pm. Am Anfang des Jahres kann man sich Kurse waehlen, die man dann ein Jahr lang hat. Jedoch ist dies weniger abwechselungsreich als bei uns, denn diese Faecher haben die Schueler dann jeden Tag. Ich halte dies fuer nicht so gut, denn mir wurde schon nach drei Tagen langweilig, bestimmt weil ich manchmal nichts verstanden habe, aber man kann sehen, dass es den Anderen hier genauso geht, da sie einschlafen oder sich andersweitig beschaeftigen. Jede Schulstunde geht 50 Minuten lang und dann gibt es wie bei uns eine Klingel und die ganze Schule setzt sich in Bewegung fuer nur sechs Minuten, da die Lehrer hier ihren eigenen Raumen haben, worin selbstverstaendlich ein Computer, ein Fernseher und ein Telefon (das manchmal im Unterricht klingelt) ist.
Es gibt drei Schulen, die elemantary school (von 1. - 5. Klasse), die middle-school (von 6.-8. Klasse) und die high-school (von 9.-13. Klasse), danach kann man auf eine University gehen.
Keine dieser Schulen wird getrennt in gute oder etwas schlechtere Schueler, jeder Lehrer macht einfach seinen Unterricht...! Manchmal werden in den Stunden Filme geguckt, ich dachte zuerst was das soll, aber nach einigem Nachdenken finde ich das gar nicht schlecht, weil wenn man fuenf Mal Bio in der Woche hat, dann kann man eine Stunde gar nichts machen.
Nach der 3. Stunde faengt dann das Essen an. Dies ist aufgeteilt in A-, B- und C-lunch, jeweils 20 Minuten lang.
Ich glaube, dass ich unser Schulsystem besser finde, auch wenn wir keine Filme gucken, die nichts mit dem Unterricht zu tun haben.

Lilith