Donnerstag, 8. Februar 2007

Was zieh' ich an?


Diese Woche ist Spirit Week und ausser den zahlreichen Veranstaltungen um Geld fuer gute Zwecke zu sammeln und in der Gesamtsumme die Konkurrenzschule "Hillcrest" zu schlagen (es waere ja gelacht, wenn man daraus nicht auch einen Wettbewerb machen koennte ;) , gilt an jedem Tag der Woche ein anderes Kleidungsmotto.
Am ersten Tag war Collegeday und ich wurde von meiner Gastgeberin gleich mit einem Sweatshirt ihres Colleges ausgestattet, um sie im Kampf um die Vorherrschaft ihrer Farben an diesem Tag zu unterstuetzen. Ich gehoerte sofort zu einer der beiden Fronten, was fuer reichlich Gespraechsstoff sorgte und mir den Einstieg sehr leicht machte. Waehrend in Deutschland Sweatshirts mit Aufdrucken irgendwelcher englischsprachiger Colleges oder Unis lediglich coole Modeartikel sind, fuehlt man sich hier damit zugehoerig zu High Schools oder Unis (Colleges). Die Haueser sind mit Flaggen der Colleges verziert, Autos haben Embleme der Colleges, es gibt Seife und Platikbecher mit Wappentieren und in den Tagen vor und nach dem grossen Spiel der beiden konkurrierenden Unis reden Partner, die auf unterschiedlichen Colleges waren, lieber nicht miteinander. Natuerlich sind wir mittlerweile schon in Besitz verschiedenster Mauldin-High-Fan-Fanartikel und tragen Sweater oder T-Shirts mit dem Wappentier, dem "Maverick".
Wie im Tagebuch vom 6.2. beschrieben war am zweiten Tag "Nerdday" und Lehrer und Schueler waren angezogen wie "Nerds" (Idioten).
Gestern galt das Thema "Camouflage" und wir kamen uns ein bisschen vor wie in einer Miltaerschule.
Heute ist "Retroday"- aeltere Lehrer oder Schulangestellte haben ihre Kleidung aus den 60er oder 70 Jahren ausgegraben, Schuelerinnen versuchen die 20er zu imitieren und Regenbogenfarben frischen das Gesamtbild auf.
Wenn man sich nicht so sicher ist, was gerade Motto ist muss man sich nur die Mitglieder der Schulleitung ansehen, die immer mit gutem Beispiel vorangehen. Unseren Schuelern scheint dieser Gedanke zu gefallen, sie wuerden so etwas gerne auch zu Hause sehen. Was wohl unsere Schulleitung dazu sagt? ...
Acker

Adrian: Aufsatz ueber Amerika

Muss man das Land verstehen oder muss man nur so tun? Verstehen die Amerikaner ihr Land selbst oder reden sie nicht darueber wie man von a nach b ohne 20-Liter-Monster kommt? Ich frage mich wieviel ein Europaeer im Durchschnitt zu Fuss geht und wieviel ein Amerikaner und das Gleiche mit der Zahl der gefahrenen Kilometer.
Ein typischer Amerikaner verzehrt das 3fache aber tut 3mal weniger um das wieder in Ordnung zu bringen. Ein Amerikaner isst und will abnehmen, faehrt selbstverstaendlich mit dem Auto zum Fitnesscenter, da ja kein Fussweg besteht. Er faehrt aber kurz noch bei McDonalds vorbei, da er das ja gleich im Fitnessstudio verbrennen wird. Am Fitnesscenter angekommen, nimmt er den Fahrstuhl in die 1. Etage, worauf er aber 15 Minuten gewartet hat, weil er auf die 10-15 Stufen verzichten wollte. Im Fitnessstudio angekommen setzt man sich auf ein Geraet, benutzt es fuenf Minuten und wird dann vom Fernsehen angezogen. Nach ein bis zwei Stunden Fernsehprogramm, faehrt man nach Hause.
Die Familie hat Hunger und faehrt mit gutem Gewissen in ein Restaurant, besonders die Person, die soviel Fitness hinter sich hat. Hier bestellt man sich ein Steak mit dem Durchmesser einer Pizza und einer Cola, die einem Eimer entspricht. Hat man die Cola zu einem Drittel ausgetrunken, bekommt man gleich eine neue. A. damit es teurer wird B. damit man nicht merkt, wieviel man getrunken hat. Am Ende hat man vier mal eine Drittel Cola getrunken und faehrt nach Hause. Jetzt laeuft das Basketballspiel, worauf sich jeder gefreut hat. Da man heute schon so viel unternommen hat, koennte man sich ja ein paar leckere Snacks goennen, die man ja morgen im Fitnesscenter wieder verbrennt...

(Anmerkung der Redaktion: Wir haben den Text kaum korrigiert, die inhaltliche Aussage gar nicht. Moeglicherweise reizt er wegen anderer Erfahrungen zum Widerspruch. Wir freuen uns auf sachliche Kommentare. Einige Schueler/-innen machen ja gerade die Erfahrung des Faches "speech and debate"...)

Helenas Tagebuch vom 7.2.07




Den heutigen Tag habe ich genutzt, um besonders die Schule und das Verhalten der Schueler zu beobachten. Manche Lehrer haben teilweise ihre Schueler nicht ganz unter Kontrolle, was diese aber nicht zu interessieren scheint. (Anmerkung der Redaktion: das ist ja bei uns gaaanz anders... Ironiemodus off).
Mittlerweile haben wir uns ja schon ein wenig mehr an das amerikanische Leben gewoehnt. Es ist echt witzig zu sehen, dass die Amerikaner ein ganz anderes Schulsystem haben! Sie haben zum Beispiel ein Jahr lang jeden Tag den gleichen Stundenplan. Und noch ein Unterschied ist, dass es keine feste Klasse gibt. Die Lehrer haben ihren eigenen Klassenraum (Das haetten wir auch gerne!!! Gruss an alle mitlesenden Biokollegen: ihr koennt euch nicht vorstellen, wie die Raeume der Biolehrer ausgestattet sind- Fotos spaeter, it's unbelievable...) und zwischen den Stunden sind 6 Minuten Zeit, den Klassenraum zu wechseln.
Heute Abend war "Battle of the bands", leider konnte ich nicht die ganze Show verfolgen. Doch das, was ich gesehen bzw. gehoert habe, fand ich super geil!!! Das Genre ging in Richtung Rock, Metal. Es war ein toller Tag!